





Bereits in den Gründungsstatuten wird unter anderem auch der Bau von Schihütten als Zweck des Vereins verankert. Zur Standortfrage gibt es viele Überlegungen wie Wipptaler Seitentäler, Stubai usw.
Die Wahl fällt dann aus mehreren Gründen auf das Fotschertal. Von Innsbruck aus ist das Fotschertal verhältnismäßig
leicht erreichbar, am Standort ist auch ein Übungsgelände – die „Kasermahd“ – vorhanden, und die pachtweise Überlassung des Grundstücks wird dem Klub vom „Forstärar“ (die heutigen Bundesforste) zugesagt. An diesem Pachtverhältnis hat sich bis heute nichts geändert.
Nachdem das k.u.k. Ministerium eine Unterstützung in Höhe von 3.500 Taler für den Bau der Schihütte zusagt, wird im April 1911 der Baubeschluss gefasst, und die Ausführung einem Bauausschuss übertragen. Der Plan wird von Oberingenieur Sehrig erstellt, die Hütte vom Innsbrucker Baumeister Fritz vorgefertigt und auf dem Werkplatz des Unternehmens aufgestellt. Noch im Herbst 1911 werden die Vorarbeiten am Hüttenstandort abgeschlossen. Für den Transport in das Fotschertal im Winter 1911 / 1912 wird das Holzhaus zerlegt und am Standort Fotschertal im Februar 1912 wieder zusammengebaut. Die auch in den Innsbrucker Nachrichten groß angekündigte Eröffnung findet dann am 31. März 1912 statt. Der damalige Obmann Dr. Tschon schließt die Eröffnungsansprache mit den Worten:
„Die Hütte wird ein beliebter Stützpunkt für Schitouren, wie die Eintragungen im heute noch vorhandenen
Hüttenbuch zeigen. Sie wird bis 1932 vom Klub bewirtschaftet und anschließend verpachtet.“
Nach dem zweiten Weltkrieg sind die Besitzverhältnisse unklar, der erste Obmann Dr. Polacek kann die Angelegenheit aber dann 1953 zu Gunsten des Ski-Klubs Innsbruck klären. Die Hütte bekommt aber nicht mehr die Bedeutung wie vor dem 2. Weltkrieg, wenn auch im Verein darauf geachtet wird, dass unbedingt notwendige Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Ende der achtziger Jahre beschließt dann der Vorstand, die Hütte wieder mehr in den Mittelpunkt des Klubs zu rücken. Wie schon 1911 wird ein Bauausschuss eingerichtet, die Leitung übernehmen Hans Ziegner und Werner Rinnerthaler.
Umfangreiche Arbeiten werden in Angriff genommen, Küchenraum und Kamin neu gebaut, Böden und Schlafräume saniert, der Holzschuppen neu gebaut und eine Kläranlage errichtet.
1991 wird im Rahmen einer Bergmesse, zelebriert von Bischof Stecher, ein vorläufiger Abschluss der Arbeiten festlich begangen.
In den Folgejahren werden weiter laufend Verbesserungen der Hütte vorgenommen. 1998 wird die Quellfassung für die Wasserversorgung gebaut und die Hütte an das Stromnetz des Kleinkraftwerkes des Gasthofes Bergheim angeschlossen. Die Hütte lässt nun fast keine Wünsche mehr offen, selbst eine eigene Hüttenfahne, gespendet von Rosmarie Plank, nennt der Klub sein Eigen. Lediglich der Zugang zu den Schlafräumen und die unzureichenden sanitären Anlagen sind noch sanierungsbedürftig.
2004 wird dann für dieses voraussichtlich letzte Vorhaben mit der konkreten Planung begonnen. Ziel ist es, mit den Arbeiten im 100. Bestandsjahr unseres Klubs, also im Jahr 2006 fertig zu sein. Der ursprüngliche Plan bzw. das Bauvorhaben erfährt dann doch eine recht umfangreiche Ausdehnung. Ein schöner Stiegenaufgang führt nunmehr zu den Schlafräumen, auch WC-Anlagen und Dusche lassen keinen Wunsch mehr offen. Die Stube ist neu vertäfelt, der Boden in Lärche verlegt und der Ofenplatz verfliest. Auch die Küche wird zur Gänze verfliest, es gibt nunmehr Warmwasser und einen Kühlschrank. Holzschuppen und Werkstätte sind verlegt und ein komfortabler Vorratsraum ist
geschaffen worden.
Unser Klubheim wird nun noch mehr im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens stehen und die Mitglieder werden immer öfter mit ihren Familien oder Freunden ihren Sommerurlaub oder ein verlängertes Wochenende in der Hütte verbringen. So wird wohl nunmehr fast das ganze Jahr hindurch jemand auf der Hütte anzutreffen sein. Kindernikolaus, Neujahrsempfang, Holzaktion und Hüttenfeste werden weiterhin fixe Klubveranstaltungen bleiben.
Dazu hat unsere Hütte auch einen in zwei Stunden leicht erreichbaren Hausberg, den 2405 m hohen Schaflegerkogel. Es ist Idee und Wunsch unseres langjährigen Tourenwartes Werner Rinnerthaler, dort ein Gipfelkreuz zu errichten. Im Juni 1996, der Klub ist gerade 90 Jahre alt geworden, wird das Gipfelkreuz von Klubpfarrer Helmut Gatterer eingeweiht.
Tourenvorschläge
Winter
- Skitour Schafleger (Alpenverein Aktiv)
- Skitour Roter Kogel (Alpenverein Aktiv)
- Skitour Kastengrat (Alpenverein Aktive)

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